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Tirolerin - DES MONDES SANFTE GEWALT

Wir können es uns nicht erklären, und doch wissen wir aus eigener Erfahrung, dass der gute alte Mond, der da so unbarmherzig und doch scheinbar ruhig und friedlich in unser Schlafzimmer scheint, sehr wohl großen Einfluss auf uns, unseren Körper und die Psyche hat. Wir wissen auch, dass unsere Haare manchmal wie ein Fluch zu sein scheinen - der neue Schnitt passt, das erste Mal Waschen klappt tadellos - und plötzlich, nach erneuter Haarpflege, hängt die Pracht wie eine Trauerweide nach unten. Der Friseur wird gewechselt, der Frust ist groß - und doch liegt es oft nicht so an Figaro selbst. Luna, die übrigens nur im deutschen Sprachraum männlich zu sein vorgibt - der Mond - übt ihren Einfluss auf uns aus, wie es ihr gefällt.

Abensberg ist ein kleines, nicht sehr aufregendes Städtchen, irgendwo zwischen Regensburg und Ingolstadt. Der Weg dorthin bietet vom Freitagnachmittag-Stau in und um München, über wunderschöne Zuchthengste auf Weiden, große Hopfen- und Spargelplantagen und Stress an Autobahnraststätten einfach alles. Doch nichts Neues, auf Reisen schon hundertmal gesehen. Doch Abensberg hat etwas zu bieten, das vielleicht in der gemütlichen Pizzeria im Ort manchmal diskutiert wird: Zwei Bestseller-Autoren, deren Bücher genau den Zahn der Zeit getroffen haben. Die TIROLERIN begegnet hier Johanna Paungger und Thomas Poppe.

Das schon gewohnheitsmäßige Kribbeln im Magen, das sich vor Interviews so gerne einstellt, verschwindet schlagartig beim ersten Zusammentreffen mit dem Schriftsteller-Paar. Freundlich, offen, ehrlich und witzig - der erste Eindruck. Die beiden nehmen sich kein Blatt vor den Mund und sind so erfrischend, wie man es sich von Gesprächspartnern nur wünschen kann. Und so dauert es auch nicht lange, bis die Unterhaltung wunderbar läuft und Johanna Paungger in Kindheitserinnerungen kramt - nicht sentimental, sondern nüchtern und mit viel Humor.

Sie wurde 1953 als eines von zehn Kindern einer Bergbauernfamilie in Walchsee bei Kufstein geboren. Das Wissen um Mondphasen, den richtigen Zeitpunkt und Sternbilder hat sie schon als Kind von ihrem Großvater, dem wahren Kenner der Mondphasen, dem 1968 verstorbenen Bergbauern Josef Koller, mitbekommen. Dabei war es aber nicht so, als hätte der Opa der kleinen Enkelin diese Informationen eingetrichter - er gab sie ihr mit auf den Weg, indem er die kleine Johanna beobachten ließ, ohne große Erklärungen seine Arbeit verrichtete - und meistens richtig lag, so richtig, dass seine schwere Arbeit ein bißchen erleichtert wurde.

Paungger: „Unser Großvater war taub, und so hat er nie viel über den richtigen Zeitpunkt geredet - man schaute einfach hin und sah, dass es richtig ist. Er hat Naturwege repariert, einmal im Jahr dort die Wasserabläufe gereinigt. Der Mond stand richtig, und wir sahen, dass die Arbeit nicht so mühselig war und nicht ständig wiederholt werden musste. Einmal hat er es zum falschen Zeitpunkt probiert und musste, ganz anders als sonst, die Wasserrinnen einmal pro Woche wieder ausputzen. Beim richtigen Mond gab’s da kein Problem, sie blieben sauber.

Wir haben nicht annähernd fanatisch nach dem Mond gelebt, da wurde nicht in der Früh aufgestanden und auf den Kalender geschaut. Wir haben einfach die Dinge verrichtet, die gut sind. Manchmal konnte man nicht darauf achten und es falsch gemacht - aber für’s nächste Mal wussten wir es.“

Besonders in Tirol sind die Verkaufszahlen beider Bücher schon beinahe zum Mond geklettert. Hier, so Paungger, ist das natürliche Verständnis für die Mondrhythmen, die Kraft des zunehmenden, abnehmenden, des neuen und des vollen Mondes, noch nicht so in der Modernisierung verschüttgegangen wie anderswo. Tiroler wissen vielleicht manchmal nicht mehr, warum sie das Gefühl haben, an einem bestimmten Tag - und nur dann - eine bestimmte Arbeit zu verrichten. Sie spüren es einfach. Wie kann nun jemand, der noch keine Erfahrung mit der lunatischen Kraft gemacht hat, ausprobieren, ob das alles auch wirklich funktioniert!

Paungger: „Jeder Mensch merkt, dass sein Körper bei zunehmenden Mond mehr aufnimmt, man fühlt sich aufgeschwemmt. Bei abnehmenden Mond schwemmt der Körper mehr aus, man schwitzt, entgiftet und gibt mehr her. Bei Verletzungen oder Schnitten, wie es im Haushalt oft passiert, tritt die Heilung viel schneller ein, wenn der Mond abnimmt. Jede Frau hat doch ein Wäschestück, das sie nicht in der Waschmaschine wäscht. Das gibt man zusammen mit Lauge ins Becken und lässt es liegen. Bei zunehmendem Mond bleibt das Stück schmutzig und die Lauge sauber, nach zwei Stunden immer noch. Bei abnehmendem Mond hingegen dauert es nur ganz kurze Zeit, bis das gute Stück sauber, die Lauge schmutzig ist.“

Und so geht es quer durch die Bahn, Unkraut lässt sich leichter jäten, wenn der Mond abnimmt, Entgiftungskuren zeigen besseren Erfolg - inklusive Nikotinentwöhnung - überhaupt scheint zu dem Zeitpunkt alles viel leichter. Wenn aber der Mond zunimmt und langsam, aber sicher voll wird, ändert sich das Bild. Das Allgemeinbefinden schwindet, Aktionsdrang wandelt sich in Ruhebedürfnis. Wer ein bißchen auf Mondphasen achtet und sich dadurch sein tägliches Leben erleichtern will, muss auch nicht befürchten, mehr Arbeit auf sich zu nehmen. Die Arbeit selbst bleibt gleich, zeigt jedoch so viel mehr Erfolg. Fenster lassen sich besser, schneller und effizienter putzen, Gemüse, zum richtigen Zeitpunkt angepflanzt, sprießt nur so aus dem Boden - all das benötigt keinerlei Umstellung. Nur manchmal muss die schmutzige Wäsche einen Tag länger liegen bleiben, oder der frisch gekaufte Samen bleibt noch eine Woche im Keller. Ein Problem? Auf alle Fälle nicht unüberwindbar.

Skeptiker können noch den Versuch mit dem Apfel starten: Einen Apfel halbieren und liegen lassen. Bei zunehmendem Mond verfault er schnell, bei abnehmendem hingegen bildet sich an der Oberseite eine braune Schicht, in der sich Zucker ablagert; sie vertrocknet und schließt den Apfel ab - der Rest bleibt erhalten. Wenn im Herbst Äpfel zum falschen Zeitpunkt eingelagert werden, ist - so Johanna Paungger - die Ernte in Gefahr. Man kann jedoch noch retten, indem man zum richtigen Zeitpunkt umschichtet. Diese Erfahrungen blieben auch dann noch hängen, als die 15-jährige Johanna nach München ging. Dort war sie erst ganz überrascht, dass sich nicht jeder Mensch ganz automatisch nach den Mondphasen richtet - für sie und ihre Geschwister war das so normal gewesen, dass die Annahme, jeder mache das so, tief saß.

Dem war nicht so, doch das Interesse der Bevölkerung war bereits vorhanden. In Deutschland hängengeblieben, referierte Johanna Paungger erstmals für den Frauenbund Anzing über Mondrhythmen. Der Erfolg war groß, immer mehr Vorträge folgten, bis die Frage nach entsprechender Literatur lauter wurde. Trotz intensivem Durchforsten der Buchhandlungen fand Paungger nichts Geeignetes und beschloss, falls sie einen geeigneten Schriftsteller fände, ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu Papier zu bringen.

Und wie das Schicksal es wollte, lernte sie Thomas Poppe kennen. Nach einem Leben als Taxifahrer, Reisender und Studierender hatte Poppe, geboren 1962 in Falkenstein im Bayrischen Wald, mit seiner schriftstellerischen Arbeit begonnen und neben Übersetzungen Bücher quer durch den Themenwald veröffentlicht - von Werken über Gesundheit, Psychosomatik, orientalische Mystik bis hin zu Tierbüchern floss alles aus Poppes Feder, schwungvoll und mit großem Humor, großteils in Kooperation mit Fachleuten.

Paungger und Poppe hatten von Anfang an die gleiche Wellenlänge, was bewirkte, dass sie spontan zusammenblieben und sich ganz der Arbeit an ihrem ersten Buch „Vom richtigen Zeitpunkt“ (erschienen 1991 im Hugendubel-Verlag) widmeten. Poppe hatte es nicht leicht, er konnte sich nicht einfach an die Arbeit machen - Johanna forderte viel mehr. Er musste sich fähig zeigen, ihre Gedanken so umzusetzen, dass sie jeder verstehen würde, und er musste dieses Wissen ausprobieren, ehe er schließlich über selbst Erlebtes schreiben konnte. Das Zusammenspiel ist einheitlich, Poppe schreibt so, wie Paungger denkt, und Paungger sagt genau das, was sie denkt und Poppe fühlt - die zwei ergänzen sich perfekt.

Und so entstand „Vom richtigen Zeitpunkt“, das Buch, das mancherorts schon Kultstatus angenommen hat, sich bis dato rund 200.000 mal verkauft, die Sachbuch-Bestsellerlisten noch nach drei Jahren anführt und zahllosen Menschen neue Denkanstöße gegeben hat.

Aber, so Johanna Paungger: „Ich will nicht zuständig sein, andere aus einer eingefahrenen Schiene herauszureißen, das muss jeder selber machen. Aber die Anregung dazu, die kann ich bieten. Jeder hat das Recht, die Möglichkeit und sogar die Pflicht, seinen Weg zum Besseren zu ändern. Ich will auch niemanden aufhetzen, nur ermutigen.“

Thomas Poppe dazu: „Wir haben uns mit unserem Buch an den Einzelnen gewandt und ihm gezeigt, was geschieht, wenn er umdenkt. Die entsprechenden Erfahrungen muss er dann selbst machen. Ein Teil dieser engen Schiene, auf der wir uns befinden, ist immer etwas, das uns vor langer Zeit aufgedrängt und vorgeschrieben wurde. Man lernt von Kindheit an, auf eine bestimmte Weise zu denken und zu handeln, der Masse angepasst. Aber immer ist nur ein Schienenstrang aufgezwungen, der andere ist das, was man selbst dazu beiträgt.“

Auffallend im Gespräch ist die große Toleranz, die das Pärchen ausstrahlt und auch lebt. Da gibt es kein starres Denken, kein Leben nach unnötig festen Regeln, und kein Unverständnis gegenüber dem, was andere machen und denken. Johanna Paungger: „Es gibt Gesetze zur Genüge, das muss natürlich sein, aber so oft bringt es nichts. Warum? Weil es zu eng ist. Man muss im Leben lernen, dass ein Stück auf der engen Schiene gut ist. Aber wenn es gebirgig wird, muss ich halt meine Füße benützen, ein Stück schwimmen, reiten, mit dem Auto fahren. Ich darf zum Beispiel nicht sagen, nur Alternativmedizin wäre das einzig Wahre, alles Chemische ist schlecht. Das stimmt nicht. Man muss lernen, selbst abzuwägen, was gut ist und was nicht, und schon gar nicht nur mehr fanatisch alles nach dem Mond machen. Der Mensch muss seinen richtigen Weg selbst finden, das ist mein Lebensstil, den ich auch in meinen Büchern rüberbringen möchte.“

„Vom richtigen Zeitpunkt“ dreht sich noch hauptsächlich um Tips und Tricks, die jedermann, vor allem Hausfrauen, das Leben eindeutig erleichtern. Da wird gesunde Ernährung genauso erklärt wie die kleine Kräuterkunde, wird aufgezeigt, dass Wäsche, bei abnehmenden Mond gewaschen, wesentlich sauberer wird - den Umweltaspekt in der halben Menge verwendetes Waschmittel nicht zu vergessen. Haare sollen im Tierkreiszeichen Löwe geschnitten werden, um jedweden Problemen vorzubeugen. Eine Erklärung dafür gibt es nicht. Auch die Wissenschaftler beißen sich noch die Zähne an dieser Tatsache aus, die sie wohl oder übel akzeptieren müssen - handfeste Beweise, dass es stimmt und klappt, sprechen für sich.

Der Nachfolge-Bestseller „Aus eigener Kraft“ (erschienen bei Goldmann, 1993), inzwischen auch schon locker 80.000 mal über den Ladentisch gegangen, handelt hauptsächlich von der Gesundheit - das Buch hat jedoch nicht viel mit den gängigen Ratgebern gemeinsam. Kopfschmerzen zum Beispiel werden bei Paungger und Poppe nicht mit einer Auflistung von Wässerchen, Tinkturen und Pillchen geheilt. Im Gegenteil. Der Schmerzgeplagte muss sich erst mit der Frage auseinandersetzen, warum sein Kopf überhaupt brummt. Kopfschmerz bedeutet, sich zuviel in den Kopf gesetzt zu haben, ich spüre, mein Kopf platzt von all dem, was ich drinbehalten muss ... Alleine schon diese In-Sich-Gehen und den Wahren-Grund-Suchen, warum der Körper nicht mehr so spielt, wie er es sollte, mag dem einen oder anderen Leser wohl einen starken Denkanstoß geben. Doch will er das überhaupt? Möchten die Leser nicht einen kurzen, unaufwendigen Weg, ihre Schmerzen loszubekommen, egal, auf welche Art?

Poppe: „Die Leute, die nur ein Symptom bekämpfen wollen, werden für diese Nachfrage auch das entsprechende Angebot bei Ärzten oder Ratgebern finden, die an eben diesem Symptom herumkurieren. Die Leute aber, die Ursachen auf den Grund gehen wollen, werden für diesen Weg Anregung in unseren Büchern finden. Wir wollen etwas in Gang setzten, was wahrscheinlich erst langfristig als sichtbarer Erfolg in Erscheinung treten wird. Irgendwann wird es dann Ärzte geben, die dafür bekannt sind, Naturrhythmen in ihre Kunst mit einzubeziehen.“

Kein Fanatismus, kein übertriebener Eifer sprechen aus Johanna Paungger und Thomas Poppe. Sie übermitteln selbstbewußt, aber nicht aufdringlich das Wissen, etwas zu wissen, und dieses auch weiterzugeben. Die beiden haben noch viel gründlich Durchdachtes, Wohlüberlegtes auf Lager. Und so wird es auch in Zukunft noch viele weitere Bücher des Autoren-Duos geben.

Das nächste Projekt ist bereits in Arbeit und soll im Frühjahr 1995 erscheinen - diesmal geht es um den Einfluß des Mondes auf Holz. Mit viel Fachwissen wird Aufklärungsarbeit geleistet um die Kunst, gesund und lange mit Holz zu leben - ohne Gift, ohne Chemikalien. Auch andere Thematiken, etwas abseits des lunaren Einflusses geistern durch die aufgeweckten, immer interessierten Gehirngänge. Die Zeit ist noch nicht reif, doch sie wird es sein - und Johanna Paungger und Thomas Poppe werden noch viel zu sagen haben. (Ingrid Kirschner)

Einfach zum Nachdenken

Wenn einer 75 Jahre alt ist, kann es nicht fehlen,
dass er mitunter an den Tod denkt.
Mich lässt dieser Gedanke in völliger Ruhe,
denn ich habe die feste Überzeugung,
dass unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur;
es ist ein Fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Es ist der Sonne ähnlich, die aber eigentlich nie untergeht,
sondern unaufhörlich fortleuchtet.
(Goethe)

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