Johanna Paungger-Poppe*Thomas Poppe DAS TIROLER ZAHLENRAD Ihr Geburtsdatum - Ein Schlüssel zu Lebenssinn, Lebensfreude und Gesundheit
Eine
Kindheit mit dem Zahlenrad
Johanna
Paungger-Poppe
Mit diesem Buch möchte ich
Sie mit einem ganz besonderen Kapitel des Lebens auf unserem Tiroler
Bergbauernhof bekannt machen: mit dem alten Wissen, welch weit reichenden und
einschneidenden Einfluss die Zahlen des Geburtsdatums haben. An welchem Tag, in
welchem Monat, in welchem Jahr und welchem Jahrzehnt Sie geboren sind - in
dieser speziellen Zahlenkombination liegt ein Schatz verborgen, den Sie mithilfe
dieses Buches heben können. Wie die Kombination zu einem Safe, dessen Inhalt
nur für Sie aufbewahrt worden ist.
Wenn ich auf den Weg
zurückschaue, den wir mit unserer Arbeit und unseren Büchern zurückgelegt
haben, dann freut es mich sehr, dass sich so viele Menschen wieder auf
altbewährtes Wissen stützen wollen und können. Langsam integriert sich auch der
Mondkalender wieder im Alltag, der uns zeigt, wie man die Kraft der Mondphasen
für die verschiedensten Tätigkeiten nutzen kann. Heute gibt es kaum eine
Berufsgruppe, die nicht in der einen oder anderen Weise davon profitiert. Jetzt
ist es an der Zeit, das Geheimnis des Tiroler Zahlenrads zu lüften.
Familienwissen fast ohne Worte
Für das Leben mit dem
Zahlenrad gab es bei uns keine Lehrbücher, es gab keine „einführenden
Gespräche" in der Familie. Wir wussten, wie sicher seine Anwendung
funktioniert, wir wussten aber nicht, warum sie funktioniert. Wir lebten damit,
erfuhren fast täglich seinen Sinn und Wert, und damit ließen wir es bewenden.
Wir nahmen es so selbstverständlich hin wie den Lauf der Jahreszeiten, wie den
Donner nach einem Blitz. Das Zahlenrad war uns in Fleisch und Blut
übergegangen, es nicht anzuwenden wäre uns verrückt, seltsam, unsinnig
vorgekommen.
Einfach weil es so wirksam
und wertvoll war und so erfolgreich funktionierte. Dabei haben wir es
weitgehend im Stillen, fast gänzlich ohne Worte benützt. Heute weiß ich, dass
noch viel weniger Menschen in unserer Umgebung darin eingeweiht waren, als mir
damals bewusst war. Nicht einmal die vielen Menschen, die bei meinem Großvater
Hilfe suchten, ahnten von der Existenz des Zahlenrads, obwohl sie davon sehr profitierten.
Meine frühesten Erinnerungen
an das Arbeiten mit dem Zahlenrad sind eher undeutlich. Eines weiß ich
jedenfalls noch genau, nämlich dass ich die Zahlen schon kannte, bevor ich in
die Schule kam. Ihre tiefe Bedeutung war mir sicher noch nicht bewusst, da
hatte ich schon oft für meinen Großvater bestimmte Zahlen auf farbiges Papier
aufgemalt. Manchmal, wenn schwierige Aufgaben
und große Anstrengungen bevorstanden, bekamen wir kleine farbige Zettelchen mit
den Zahlen und Farben als Hilfe und Unterstützung bei der jeweiligen Arbeit.
Aber immer ganz unauffällig und nebenbei, zum Verstecken gedacht.
Kinder spüren natürlich
die Zurückhaltung im Umgang mit diesem Wissen; wir haben niemals mit anderen
Kindern außerhalb der Familie darüber gesprochen, und auch nur selten im
Geschwisterkreis. Ich erinnere mich auch noch, dass ich meine Zettel immer in
eine runde Form gezupft habe, weil ihre Energie dann noch stärker war.
Heilen mit dem Zahlenrad
Mein Großvater war ein
echter Heiler, und das Zahlenrad gehörte zum großen Schatz verschiedenster Methoden
und Heilweisen, die ihm zur Verfügung standen. Als wirklicher „Arzt der
Menschen" besaß er die Fähigkeit, Ursachen zu erkennen und zu heilen - äußere
Symptome waren für ihn nur Wegweiser zum Kern der Dinge. Deshalb behandelte er
jeden Menschen absolut individuell. Ich erinnere mich, dass nur selten zwei
Menschen mit den gleichen Symptomen auch die gleiche Behandlung bekamen. Die
Arbeit mit den Zahlenrad kam bei ihm in erster Linie dann zum Zug, wenn der
Kranke ein sehr starrköpfiger Mensch war, der den „alternativen" Methoden
meines Großvaters wenig Vertrauen entgegenbrachte. Weil mein Großvater auch mit
Holzköpfen unendliche Geduld besaß, tat er für sie, was nötig war.
Fähigkeiten und Verantwortung
Als besonders hilfreich
erfuhr ich die Zahlen generell im Umgang mit anderen Kindern. Wir waren ja eine
sehr große Kinderschar zu Hause, und Eltern wie Großeltern achteten meist genau
darauf, mit welchen Zahlen ein Kind ausgestattet war. Entsprechend wurden die
Aufgaben verteilt, im Alltag wie auch bei größeren Vorhaben. Diese unterschiedliche
Behandlung leuchtete meist ein, weil wir ja immer am Ergebnis ablesen konnten,
wie sinnvoll sie war. Aber mit unseren Kinderaugen gesehen hatte sie auch
Nachteile: Ich erinnere mich, dass meine eigenen Zahlen, die mich schon früh
zum selbstständigen und verantwortlichen Arbeiten befähigten, meine Mutter
oftmals zu dem Satz veranlassten: „Ach, die Hanni braucht das nicht, die kann
das auch allein."
Was genau ich da aber
angeblich nicht brauchte, das hätte ich schon gerne manchmal genossen: nämlich
ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, ein bisschen mehr Unterstützung, ein wenig
mehr gemeinsames Anpacken. Viele Kinder, besonders ältere Geschwister, erfahren
ein sehr frühes Übertragen von Verantwortung, dem sie manchmal nicht gewachsen
sind, jedoch ohne sich direkt zu äußern. Dass eine bestimmte Ausstattung mit
den Schätzen des Zahlenrads auch die Gefahr birgt, dass man ein Kind
überfordert, habe ich also am eigenen Leib erlebt. Damit war ich aber nicht
allein, denn so manche Überlastung haben auch einige meiner Geschwister
erfahren, und das machte sie oft traurig. Früher sprach man nicht über solche
Erlebnisse, aber glücklicherweise kann man im Laufe des Lebens vieles nachholen.
Der beste Weg dazu liegt fast immer darin, den eigenen Kindern nicht solche
unüberlegten Bürden aufzuhalsen.Fast
jede Verletzung als Kind lässt sich heilen, indem man die eigenen Kinder davor
bewahrt. Das ist ein Naturgesetz!
Das Zahlenrad war aber
auch hilfreich im Umgang mit den Kindern anderer Familien, besonders wenn man
uns zum Kinderhüten bei Nachbarn beauftragt hatte. Wir erfuhren vorher immer
die Geburtsdaten unserer Schützlinge und wussten dann, was die Kleinen
brauchten, um friedlich ins Traumland zu finden. Kleinen Sensibelchen, die eine
3und/oder eine 8 in ihrem Geburtsdatum haben,
darf man beispielsweise keine „grausamen" Märchen vorlesen, weil sie sich so
tief in die Geschichte hineindenken, dass sie keinen Schlaf mehr finden. Unter
keinen Umständen darf man sie anschwindeln, man bleibe noch nach dem Einschlafen,
und dann macht man sich doch auf den Weg nach Hause. Kinder mit 4 und/oder 9 dagegen
kann man die Botschaft zumuten, dass man jetzt geht und dass die Eltern erst in
einer Stunde kommen. Kinder mit 2 und/oder 7 muss man erst noch herumtollen
lassen, während Kinder mit Betonung auf 6und 1
im Geburtsdatum ein kniffliges Spiel, eine Herausforderung oder eine spannende
Geschichte brauchen. Bei Kindern der Mitte mit 5 und 0 genügt es, wenn man
ihnen verspricht, dass man am nächsten Tag wiederkommt. Sie haben gerne alles
abgesichert, das Spielzeug an der richtigen Stelle, den Lieblingsteddybär, die
Lieblingspuppe im Bett. Auch bei der Wahl der Farben von Nachthemden,
Bettdecken und im Kinderzimmer wurde Rücksicht auf das Zahlenrad genommen. Am
Verhalten von Kindern habe ich immer am deutlichsten erleben können, wie gut
dieses Wissen funktioniert.
Der richtige Zeitpunkt
Manchmal werde ich
gefragt, warum ich das Tiroler Zahlenrad erst jetzt in die Öffentlichkeit trage
beziehungsweise was uns in der Kindheit gehindert hat, offener damit umzugehen.
Eigentlich hatte ich ja vor, das Zahlenrad schon zu Beginn des Jahres 2000 zu
veröffentlichen. Denn mit der besonderen Energie der Zahlen 2 und 0 in den
Jahreszahlen der Jahrtausendwende änderte sich auch das Klima für Informationen
dieser Art. Die Menschen werden in diesem Jahrzehnt aufnahmebereiter sein für
Dinge, die wirklich helfen und nicht erst des Segens der Wissenschaftler
bedürfen. Viele Ereignisse damals zeigten mir jedoch, dass die Zeit noch nicht
ganz reif war. Als bloßer „Modegag" ist dieses alte Wissen viel zu wertvoll,
und als seine Hüterin übernimmt man eine große Verantwortung und Verpflichtung.
Alles hat seine gute Zeit. Und die erschließt sich nur selten durch kurzfristiges
Denken.
Der zweite Grund für meine
bisherige Zurückhaltung verbirgt sich in den gesellschaftlichen Verhältnissen
damals wie heute: Als Bauern ist man in der Gemeinde, in der dörflichen
Gemeinschaft fast immer auf sich allein gestellt. Das Sagen hatten (und haben)
wie zu allen Zeiten die Kirche, der Schuldirektor, der Bürgermeister und der
Arzt. Manchmal habe ich das Gefühl, die Landwirtschaft hat sich nur deshalb in
eine harte, von wissenschaftlichen Erkenntnissen diktierte, die Natur ausbeutende
Industrie entwickelt, um innerhalb der gesellschaftlichen Hackordnung eine
Stufe höher zu steigen.
Einem Bio-Landwirt, der im
Einklang mit der Natur lebt und arbeitet, gebührt in meinen Augen größter
Respekt, weil er mithilft, eine lebenswerte Zukunft zu bauen und natürlich uns
alle bei guter Gesundheit zu halten, weil er echte Lebensmittel auf den Tisch
bringt. In den Augen vieler einfältiger Menschen aber war er „nur ein Bauer".
Diese niedere Stellung innerhalb des künstlich konstruierten Gefüges der
Gemeinschaften hatte im Laufe der Jahrhunderte für die Entwicklung spezieller
Alltags- und Überlebensstrategien gesorgt. Sie dienten dazu, sich im Zusammenleben
mit allen anderen „Ständen" zu behaupten. Die berühmte „Bauernschläue" hat hier
ihren Ursprung.
Ein Grundelement dieser
Strategien war es, schon sehr früh im Leben eines Kindes dessen zukünftige
Fähigkeiten richtig zu beurteilen. Und das ist mit dem Tiroler Zahlenrad nicht
schwer, wie Sie sehen werden. Das Zahlenrad war also Teil eines geheimen
Notwehrprogramms von Menschen, die sich seit Jahrtausenden der verschiedensten
Formen von Ausbeutung und Unterdrückung ausgesetzt sahen.
Selbstverständlicher
Bestandteil dieser Überlebensstrategie war zu allen Zeiten die unbedingte
Verschwiegenheit in fast allen Dingen - so auch die Stille in der Umgebung des
Zahlenrads. Generell durften wir Kinder nicht so offen mit den Erwachsenen
sprechen, wie das heute üblich ist. Kinder hatten meist nur zu reden, wenn man
sie direkt ansprach. Das Ausdiskutieren von Problemen, das nie versiegende Kindergeplapper,
das Dazwischenreden, das Sprechen zwischen Kindern und Erwachsenen als
„Gleichberechtigten", all das war bei uns undenkbar, besonders bei uns Mädchen.
Glücklicherweise haben sich die Zeiten geändert, aber nachdenklich bin ich schon,
wenn ich mir so betrachte, was heute als normal gilt. Was meine Kindheit
betrifft und den Alltag in unserer Familie zu jener Zeit: Die heutigen
Kommunikationsmethoden hätten damals wahrscheinlich zur Folge gehabt, dass sehr
viel Wissen sehr schnell verloren gegangen wäre.
„Denn wo bleibt das
Schärfen der Beobachtungsgabe, wenn ich alles zu jeder Zeit fragen kann?"
Wenn ich mich als Kind mit
den Antworten Erwachsener zufriedengebe und mein Wissen nur aus Büchern und dem
Internet beziehe, geht eine ganze Welt verloren. (Menschen, die das tun, machen
übrigens in Brüssel „Landwirtschaftspolitik".) So kam es, dass ich das Wissen
um die Anwendung des Zahlenrades nur indirekt erlernte: durch Abschauen, Nachmachen,
vertrauensvolles Anwenden. Vor allem aber durch Zuhören bei den Gesprächen der
Erwachsenen, wo ich nur konnte - wenn nötig auch heimlich. Heute weiß ich
natürlich, dass bei einem solchen Lernen das Gehörte und Gesehene viel besser
in Fleisch und Blut übergehen als bei der üblichen Lehrweise an einer Schule.
Die Geheimnistuerei ging dabei von Eltern und Großeltern aus. Niemand verlor
ein lautes Wort über das Zahlenrad, aber es gab klare Botschaften „zwischen den
Zeilen". Besonders nachdrücklich war diese: Die Kirche ist dagegen!
Und das ist wohl der dritte
Grund dafür, dass wir das Zahlenrad erst jetzt veröffentlichen. Es gab
zahlreiche Signale, dass die Sache mit den Zahlen etwas ist, was die
katholische Kirche dem Reich des Aberglaubens und der heidnischen Bräuche
zurechnet und damit als unchristlich brandmarkt. Man predigte ja pausenlos, nur
Leiden und Demut führe zur Erlösung, und das schöne Leben komme erst nach dem
Tod. Vorher sei alles Mühsal und Trübsal. Für uns Kinder war das natürlich eine
bedrohliche Sache, denn wir ahnten beziehungsweise wussten ja, was sich in Wirklichkeit
hinter den Kulissen solcher Angstmache abspielte.
Heute finde ich das Ganze
fast amüsant, denn über die Jahrhunderte hat die Kirche das „unchristliche"
Wissen selbst angewandt, wo sie nur konnte. In alten Kirchen gibt es keinen
Predigtstuhl, der nicht genauestens vorher mit Rute und Pendel positioniert
worden wäre. Überall dort, wo es in Kirchen und Sekten nur um Einfluss und
Außenwirkung ging und nicht um den ursprünglichen Glauben, war und ist man ja
stets daran interessiert, alles zu bekämpfen und abzuwerten, was die Gefahr
birgt, die Schäfchen in die geistige und seelische Unabhängigkeit zu führen. Deshalb
haben diese Institutionen auch stets das Monopol beansprucht für „esoterische"
Wissensformen wie das Rutengehen, Pendeln, das Wissen um den richtigen
Zeitpunkt, die Kräuterkunde, die Sympathiemittel, die Zahlenmystik und vieles
andere, was den Einzelnen hilft, den Alltag zu bewältigen. Auf keinen Fall
sollten die Menschen solches Wissen ohne Hilfe von etablierten Autoritäten
anwenden!
Wer vorgibt, der Mensch
könne keinen direkten Weg zu Gott finden und brauche dafür auf Schritt und
Tritt einen Vermittler, der muss natürlich in Aktion treten, um diese Lüge
irgendwie zu zementieren, und sich unentbehrlich machen. Wir Kinder bekamen
diesen Einfluss deutlich zu spüren. Doch es gibt einen alten Spruch, der
lautet: „Man sollte sich von keiner Kirche den Glauben stehlen lassen."
Das Zahlenrad war also im
eigentlichen Sinne eine Geheimwissenschaft, über die wir sogar unter uns Geschwisterkindern
kaum ein Wort verloren. Beim letzten Geschwistertreffen habe ich mit den
anderen besprochen, dass ich es jetzt veröffentlichen möchte. Von Entsetzen bis
zu wohlwollendem Verständnis gab es dabei die unterschiedlichsten Reaktionen.
Das Gefühl einer Gefahr, die von der Weitergabe des Wissens ausgeht, hat mich
bis heute begleitet. Doch ich habe mir die Gefahr fest ins Bewusstsein gehoben
und erkannt, dass gar keine echte Gefahr besteht - im Gegenteil: Es wäre ein
großer Schaden, wenn ich dieses Wissen nicht weitergeben würde.
Das Zahlenrad kann in besonderem
Maße mithelfen, in der Welt für gerechtere und gesündere Verhältnisse zu
sorgen. Mithilfe des Zahlenrads können jetzt alle Menschen viel besser
erkennen, wofür sie besonders geeignet sind und wo ihre Schwachstellen liegen.
Entsprechend lässt sich mit diesem Buch viel wirksamer gegensteuern,
unterstützen und fördern. Für Arbeitsämter, für Personalberater, in Schulen, in
Kindergärten, für Ärzte und Heilpraktiker - schier endlos sind die Bereiche, in
denen die Menschen von diesem Wissen profitieren können.
Möge es für Sie eine
ebenso große Hilfe werden wie für uns damals und heute. Verwenden Sie es mit
Umsicht, Weisheit und mit Achtung, dann erschließt sich Ihnen und vielen
anderen Menschen eine neue, eine freundlichere Welt.
õ
Das
vergessene Geburtstagsgeschenk
Thomas Poppe
Lang ist's her, seit
Johanna und ich unser erstes gemeinsames Buch geschrieben haben - „Vom
richtigen Zeitpunkt", ein Buch, das wahrlich den richtigen Zeitpunkt getroffen hat.
So viele Jahre kenne ich Johanna nun schon, aber erst vor wenigen Monaten
konnte ich sie sanft dazu überreden, nach Rücksprache mit ihren Geschwistern
einen weiteren Schatz aus dem alten, geheimnisvollen Wissen Ihrer Familie zu
heben und ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Es war nicht leicht, glauben
Sie mir - aus Gründen, über die Johanna auf den vorhergehenden Seiten schon
gesprochen hat. Manchmal musste ich beim Schreiben an meinen ersten
Aikido-Lehrer denken, der mir nach einigen Jahren des Trainings gesagt hatte:
„Die Technik beherrschst Du jetzt, den Rest musst Du mir stehlen." Ein Buch zu
schreiben, das ist schon jedes Mal ein Abenteuer für sich. Aber ein Wissen zu
Papier zu bringen, über das bisher nicht einmal gesprochen worden war - welche
Herausforderung!
Ein
Geschwistertreffen
Wenn Johanna vom Geheimnis
und vom Stillschweigen erzählt, das in Ihrer Familie rund um das Zahlenrad
eingehalten worden ist, dann erinnert mich das an ein Geschwistertreffen, das
vor Beginn der Arbeit an diesem Buch stattgefunden hatte. Wir hatten uns zu
diesem Zeitpunkt schon entschlossen, das Wissen des Zahlenrads zu
veröffentlichen. So war ich froh, mit den Schwestern und Brüdern von Johanna
sprechen zu können, um vielleicht ein noch vollständigeres Bild zu erhalten.
Ich kannte sie alle ja schon seit vielen Jahren und freute mich auf den einen
oder anderen wertvollen Hinweis. Johanna hatte mich auch dazu ermutigt, denn
sie war sich nicht sicher, ob sie das ganze Wissen noch aus dem Gedächtnis abrufen
können würde.
Das Nachfragen sollte sich
als vergebliche Liebesmüh herausstellen, aber ohne jede böse Absicht seitens
meiner Gesprächspartner. Sie erklärten nämlich allesamt überzeugend, vom
Zahlenrad nichts mehr zu wissen. Aber dann, nur wenige Minuten, nachdem ich
vergeblich die vermeintlich verlässlichste „Quelle" unter den Geschwistern befragt
hatte, bemerkte diese Schwester ganz nebenbei, als man sich gerade über die
besonderen musischen Fähigkeiten eines der Kinder unterhielt: „Na, das ist kein
Wunder, bei den Zahlen!"
„Aber Du weißt ja doch
darüber Bescheid!" rief ich sofort aus. Die völlig ernst gemeinte und ehrliche
Antwort kam sofort: „Nein, wirklich, ich kenne mich damit überhaupt nicht aus."
Und fortan verzichtete ich auf weitere Fragen.
Denn ich musste an etwas
anderes denken - an die zwei Welten, zwischen denen ich im Laufe der Jahrzehnte
zu pendeln gelernt hatte, und als deren Vermittler und Übersetzer ich mich
fühle. Die Welt der Bergbauern und die der Städter, die Welt der stillen
Menschen, die in Zusammenhängen denken und beobachten gelernt haben, und die
laute Welt in den Städten, die in Büchern und Internet nach Wissen sucht.
Schon ganz früh war mir am
Umgang in der Familie Johannas aufgefallen, dass sich unter der Oberfläche
dessen, was gerade geschah, viel, viel mehr abspielte. Ich hatte zwar nie das
Gefühl bekommen, Außenseiter zu sein, ganz im Gegenteil! Aber immer wieder
erstaunten mich kleine Begebenheiten bei den Treffen, die auf eine
schlafwandlerische Sicherheit im Umgang miteinander schließen ließen. Fast als
ob alle die Gedanken des Gegenübers lesen konnten. Da waren Blicke, kleine
Gesten, bestimmte Stichworte - alles fügte sich immer zu einem Gesamtbild
größter Harmonie. Selbst wenn manchmal Spannungen in der Luft lagen - ich gewann
allmählich das Gefühl, gleichsam an Treffen eines Geheimbundes teilzunehmen,
der vor aller Augen Berge versetzt, ohne dass es die Berge selbst merkten.
(Apropos Berge: In alten Schwarzweiß-Heimatfilmen kann man Spuren dieser
intimen Kommunikation entdecken - wenn nämlich im Katastrophenfall niemand
Befehle herumbrüllt, sondern fast ohne Worte jeder sofort weiß, was zu tun
ist).
Nach langen Gesprächen mit
Johanna bin ich ein wenig dahintergekommen, was da gespielt worden ist. Sehen
Sie, zu fast allen Zeiten galten die Landbewohner in den Augen von Städtern und
Gelehrten als „dumme Bauern", weil sie fast immer schweigsam sind, wenn Städter
reden. Zu den Hauptgründen dafür zählt zweifellos auch die Barriere zwischen Dialekt
und Hochsprache. Das hatte gravierende Folgen: Nicht nur geringere
Bildungschancen, sondern auch eine höhere Selbstmordrate! Therapeutische Hilfe
wurde von der Landbevölkerung nur selten in Anspruch genommen, weil sich die
„Welten" der städtischen Psychologie und des bäuerlichen Alltags gegenseitig
kaum verstanden haben. Mitschuld an dieser Isolation trug die Ausbildung der
Therapeuten, die Brücken zwischen den Welten nicht vorsah.
Natürlich beruhte der
Mangel an Achtung zwischen Stadt und Land auf Gegenseitigkeit. Allzu naiv und
achtlos gegenüber Mensch und Natur traten (und treten) die Städter auf - in den
Augen von Menschen, deren Lebensinhalt auf der Harmonie mit der Natur beruhte,
Grund genug, um dem Fremden insgeheim die Achtung zu versagen, und zu
schweigen. Beide Haltungen beruhen im Wesentlichen auf mangelnder Information
über die wahre Situation des anderen. Glücklicherweise finden heute beide
Seiten allmählich eine Sprache, die zueinander führt, und ich bin froh, hier
ein wenig als Übersetzer arbeiten zu dürfen.
Die Landbevölkerung schwieg
und schweigt aber auch aus tausend guten Gründen. Diese Menschen beobachten
genau und erkennen verborgene Zusammenhänge. Sie schweigen, weil man gelernt
hat, sich nicht aufzudrängen. Man stellt sein Licht unter den Scheffel. Sie
schweigen, weil sie genau fühlen, ob es sinnvoll ist, dem Gegenüber etwas zu offenbaren.
Sie schweigen gegenüber Arroganz und Überheblichkeit, auch wenn sie von den
eigenen Kindern ausgeht (ein weiterer der vielen Gründe, warum das Mondwissen
verloren gegangen ist). Sie schweigen, weil Geheimnisse des Lebens und des Heilens
stets in die Hände derer übergeben werden müssen, die im Alltag das nötige
Verantwortungsbewusstsein bewiesen haben. Zu dieser Prüfung ist Zeit nötig. Und
sie beherrschen das Schweigen durch Reden. Nämlich durch Reden über völlig
Nebensächliches, sodass nicht auffällt, welchen Schatz sie möglicherweise
hüten.
Die Kinder des Nordens
Das Geschenk der Zahlen 1
und/oder 6 im Geburtsdatum - diese Zahlen bilden gleichsam die Stufen hinauf
ans Licht der Öffentlichkeit. Sie verleihen jene inneren Kräfte und Schwingungen,
die Ihnen überall Gehör verschaffen können. Sie verleihen Charisma und
Ausstrahlung. Mit diesen Zahlen hat jede und jeder ihrer Träger gleichsam die
Aufgabe übernommen, nicht im Stillen zu wirken, sondern alle erworbenen Fähigkeiten
und Talente, Wissen und Erfahrungen nach außen zu tragen und einer größeren Öffentlichkeit
weiterzugeben, nicht nur den eigenen Kindern. Das gilt selbst dann, wenn Sie zu
den Menschen gehören, denen die bloße Vorstellung, einen Vortrag vor vielen
Menschen zu halten, einen Schauer über den Rücken jagt. Hemmungen, Ängste und
Schüchternheit sind bei einem Menschen mit dem Norden im Geburtsdatum nur das
Ergebnis von Kindheitserfahrungen, von seelischer Verletzung, von Bremsen in
der Entwicklung des gesunden Selbstvertrauens. Mit der 6 und/oder 1 wären
hinter dem Nebel der Schüchternheit dennoch alle Kräfte und das Charisma
verborgen für das mutige und erfolgreiche Nach-Außen-Gehen. Man würde Ihnen
Gehör schenken, Sie hätten das nötige Werkzeug und die Kraft dazu. Die 1
und/oder die 6 vermitteln das Geschick, Brücken zu bauen zwischen den Menschen.
Die 1 und/oder die 6
bringen Willenskraft, Durchsetzungsvermögen und Ausdauer. Es gibt so viele
Dinge auf der Welt, die noch brachliegen und der liebevollen Widmung bedürfen -
beispielsweise die Antwort auf die Frage, wie sich die heutige Heilkunde vom
Würgegriff der pharmazeutischen Industrie lösen kann, um endlich zu echtem
Heilen zu kommen, statt Symptome zu bekämpfen. Oder die Frage, welche wahren Ursachen
der Terror in der Welt hat, denn nur deren Kenntnis führt zu echten,
dauerhaften Lösungen.Die 1 und die 6
hauchen ihrem Träger visionäre Qualitäten ein, um sich mit Herz und Hirn der
Beantwortung solcher Zukunftsfragen widmen zu können. Nord-Menschen sind zudem
ausdauernd im Anstreben von Zielen, sie werfen nicht gleich die Flinte ins
Korn, wenn sich größere Hindernisse auftun. Ja, sie empfinden Hindernisse
oftmals gar nicht als solche, sondern als Dinge der Natur. Wie einen Muskelkater
nach großer Anstrengung. Ziele tatsächlich zu erreichen fällt ihnen mit dieser
Einstellung meist leichter als allen anderen Zahlenrad-Stationen.
Mit energischer,
zielstrebiger Entschlossenheit wagen sich die Nord-Menschen an Wege und
Vorsätze, wo andere schon längst sagen: „Das kann gar nicht funktionieren!" Das
tun sie manchmal sogar dann, wenn sie ihrer Zeit weit voraus sind. Hundert
Jahre später tritt dann die herausragende Qualität, ja das Genie ihrer Arbeit
zutage. Es hatten damals einfach die Antennen gefehlt, der Zeitgeist schlief,
die nötige Grundschwingung war noch nicht da. In diesem Vorpreschen verbirgt
sich auch eine der Quellen für das Unglücklichsein eines Nord-Menschen. Der
Zeit voraus zu sein macht manchmal einsam.
Nord-Menschen
finden ihr Glück eher selten in routinestarren Beamtendiensten, sondern als
Pioniere und Erneuerer, als Anwälte, Philosophen, Schriftsteller, als Politiker
und Diplomaten, als Lehrer (weil sie Gehör finden und weise unterrichten), als
Richter (weil sie klar und weit sehen und das Verborgene leichter erkennen),
als Forscher (auch mit 4 und/oder 9 im Geburtsdatum!). Auch
die Schauspieler finden sich in der Palette der Berufe des Nordens. Wer die
„Bretter, die die Welt bedeuten", ohne 1 und 6 im Geburtsdatum betritt, der hat
in der Regel einen harten Weg zum Erfolg vor sich. Was natürlich nicht heißt,
dass ihr oder ihm der Weg zum Erfolg verschlossen wäre - auch die Leidenschaft
von 2 und/oder 7 öffnet Türen hinaus in die Welt.
Der
forschende Geist ist eigentlich überall beheimatet und Seelenbestandteil jedes
Menschen, ob aktiv gelebt oder nicht. Aber im Norden ist es fürs Lebensglück
unentbehrlich, ihn auch auszuleben! Und nicht nur das: Die Zahlen 1 und/oder 6
geben sich nicht mit dem äußeren Anschein von Vorwärtskommen zufrieden, sie
durchschauen auch Pseudo-Fortschritt und lassen sich nicht so leicht in den
endlosen Strom einander rasch ablösender „neuester Stände der Wissenschaft" und
Denk- und Verhaltenstrends hineinziehen. Sie sind so sehr in das Echte
verliebt, dass sie sich nicht vom Gefälschten täuschen lassen, zumindest nicht
auf Dauer. Deshalb ist den Zahlen 1 und 6 auch die
Qualität Wasser zugeordnet. Wasser fließt überall hin, wie auch die 1 und 6 die
neugierige, forschende Energie repräsentieren, die nicht eher ruht, bis sie
Antworten bekommen hat. Das Wirken der Energie von 1 und 6 ist kühl wie das Wasser, aber sie ist
effizient. Sie erreicht die Bewohner der Erde bis in den letzten Winkel.
Öffentlichkeitsarbeit
in jeder Schattierung, die Medienwelt, alle Geisteswissenschaften - hier sind
die 1 und die 6 zu Hause. So sehr hat der Pioniergeist seine Heimat im Norden
gefunden, dass dem Nord-Menschen schon dann Langeweile und Depression drohen, wenn ihn die Umstände zu tagtäglichen Routinen verpflichten, ohne
Teilerfolge zu bieten. Oder in Situationen, wo in seiner Umgebung „alle
dasselbe" tun. Das Leben ausschließlich für Heim, Haus und Gartenzwerg kann auf
Dauer dem Nord-Menschen kein Glück bringen, außer er verhilft dadurch anderen
Menschen zum Erfolg. Die 1 und/oder die 6 übernehmen deshalb immer ein wenig
die Führung, manchmal unterschwellig, und sie betrachten alle anderen Zahlen
als untergeordnet, als Helfer auf ihrem Weg - im besten Falle „arbeiten sie der
Genialität zu".
Vielleicht werden Sie
jetzt fragen, ob denn die 1 und die 6 jeweils genau die gleichen Kräfte
vermitteln. Das ist leicht beantwortet: Zwischen der 1 und der 6 gibt es kaum
Unterschiede. Die 1 repräsentiert vielleicht in etwas stärkerem Maße Wissen und
Kommunikation. Sie geht gerne etwas mehr noch nach außen, während sich die 6
etwas früher zufriedengibt und in Harmonie mit dem Erreichten lebt, dabei
jedoch niemals ihren Wissensdrang schlafen legt.
õ
Nach alldem ahnen Sie
jetzt vielleicht, dass es die 1 und die 6 in der heutigen Zeit nicht leicht
haben, ihre Neugier und Unternehmungslust auszuleben, allem Anschein zum Trotz.
Von jeder Plakatwand, aus jedem Werbeblock im Fernsehen quillt ein zäher,
schwächender Schleim, der die Kraft des Nordens unterhöhlen möchte. Viel
Willenskraft, Selbstliebe und Selbstdisziplin sind nötig, um dieser
schleichenden, unterschwelligen Einladung zu einem bequemen Leben als Priester
und Marionette der Konsumreligion auf Dauer zu widerstehen.
An keiner Schule, an keiner Universität, in keinem Großkonzern wird die Kunst
des „Zu-Ende-Denkens" gelehrt, nirgendwo wird die Stärkung des freien Willens
und des Selbstvertrauens gefördert, welche uns helfen würden, der Versuchung zu
Stillstand und Selbstbetäubung ohne inneren Kampf zu widerstehen. So kann es
geschehen, dass ein Nord-Mensch den wunderbarsten Partner, die ideale Partnerin
findet für eine spannende und erfüllte Lebensreise in gemeinsamer Entfaltung -
und dass man dann doch schweren (oder auch leichten) Herzens auseinandergeht,
weil das Gegenüber nicht erwachsen werden will. Sicher: „Geborene Hausmütterchen"
und „Ersatz-Papas" springen dann gerne als Partner für das zurückbleibende
ewige Kind ein, aber das wird niemandem das echte Lebensglück bringen.
Hier ist auch die Ursache
verborgen, warum die Mächtigen und Tyrannen dieser Welt zwar den Fortschritt
wünschen, sich aber gleichzeitig vor seinen Bringern fürchten. Der Fortschritt
könnte ja bedeuten, dass man die „hohen Tiere" durchschaut und ihre Schwäche
erkennt. Echter Fortschritt könnte einfach bedeuten, die Mächtigen loszuwerden.
Der Norden ist nur in
echter Bewegung glücklich. Stillstand oder eingebildete, vorgetäuschte Bewegung
rauben ihm die Lebenskraft. Im Zahlenrad ist nirgends Stillstand. Jede Station
trägt einen eigenen Bewegungsaspekt zum Ganzen bei. Im Norden, bei den Zahlen 1
und 6 ist es die gespannte Ruhe vor dem Neubeginn - eine ungeheuer fruchtbare
Phase, die den Keim zu vielen Lebensreisen in sich trägt. Gleichzeitig ist hier
auch das Ende des Kreises zu finden, der Übergang von Idee zu Öffentlichkeit.
Was wiederum Platz schafft für neue Ideen.
õ
Die Kids und Teenies des
Nordens mit 1 und/oder 6 im Geburtsdatum müssen immer was Neues erfahren. Wenn
sich ihre Eltern aus vor langer Zeit entstandener Resignation eher den
oberflächlichen Dingen des Lebens verschrieben haben, wenn ihnen ein grabesruhiger
Feierabend mit Bier und Mittwochskrimi heilig geworden ist - dann können die
Kinder des Zahlenrad-Nordens manchmal chronisch „lästig" werden. Der Grund
dafür ist schlicht, dass es den Eltern an Verständnis fehlt - sie haben den
Zugang zu ihren Kindern vermauert. Das geht immer Hand in Hand damit, dass sie
sich auch vor anderen Menschen abschotten. Die Kinder können dann ihre
Fähigkeiten nicht ausleben und wehren sich unbewusst mit den verschiedensten
Methoden gegen deren Beschneidung. Resignation und „So werden wie Mama oder
Papa" sind für unterdrückte Kinder des Nordens nur die allerletzte Option.
Einer der selten
erkannten, tieferen Gründe für die Probleme mit manchen Nord-Kindern: Wenn sie
sich vertiefen und mit Gründlichkeit und Präzision und Hingabe in das jeweils
Untersuchte und Bearbeitete einsteigen wollen, bekommen sie von Eltern, Geschwistern,
Lehrern allzu oft zu hören, sie seien „zu langsam". Nichts könnte ferner der
Wahrheit sein, denn die Kinder durchmessen mit großer Geschwindigkeit Räume
jenseits der Vorstellungskraft ihrer Kritiker in Heim und Schule! In zehn
Minuten stiller Träumerei lernen solche Kinder mehr als andere in drei Stunden
„ernsthaften Studiums".
Dabei wollen es diese
Kinder nur ganz genau wissen. Sie machen nur selten etwas, bloß weil es „alle
anderen" machen. Sie sind keine Mitläufer. Sie sind eigenwillig, verlangen
„Extrawürste", hinterfragen alles. Bitte jedoch genau hinschauen: Dieses
intensive Nachfragen ist nicht zu verwechseln mit dem ständigen Geplapper
schlecht erzogener Kinder (dieses hat mit den Zahlenkräften nichts zu tun,
sondern eher mit der verbreiteten Eltern-Hilflosigkeit). Aber wehe, die
Nord-Kids haben zusätzlich viel Westen, also 4 und/oder 9 im Geburtsdatum! Dann
können sie sich durchsetzen oder versuchen es, auch wenn es nicht angebracht
ist. Manchmal sogar mit „brutaler" Sturheit.
Alles in allem:
Kinder mit 1 und/oder 6 im Geburtsdatum sind auf dem Weg. Sie brauchen nur
sanfte Lenkung und viel Verständnis. Und die Einsicht, dass sie im Leben
erfolgreich sein werden, auch wenn sie einen völlig anderen Weg einschlagen als
ihre Eltern.
Ost - Mitte - West
Musisches
Einfühlungsvermögen kombiniert mit gutem Gefühl fürs
Business, ausbalanciert
durch eine starke Mitte - manchmal genial!
Nimm dir Zeit, um zu
arbeiten;
es ist der Preis des
Erfolges.
Nimm dir Zeit, um
nachzudenken;
es ist die Quelle der
Kraft.
Nimm dir Zeit, um zu
spielen;
es ist das Geheimnis der
Jugend.
Nimm dir Zeit, um
freundlich zu sein;
es ist das Tor zum
Glücklichsein.
Nimm dir Zeit, um zu
träumen;
es ist der Weg zu den
Sternen.
Nimm dir Zeit, um froh zu
sein;
es ist die Musik der
Seele.
Nimm dir Zeit, um zu
lieben;
es ist die wahre
Lebensfreude.
(Isländische
Weisheit)
In meinem Geburtsdatum
finden sich nur die Zahlen
8 und/oder 3
4 und/oder 9
0 und/oder 5
30. April 1948 * 5.
September 1983 * 4. August 1950 * 3. April 2005 * 8. Mai 1994 - was verbindet
alle diese Geburtsdaten? Diese Zahlen bilden allesamt die Signatur Ost-Mitte-West.
Dies kommt nicht allzu häufig vor, weil
ohne den Norden mit 1 und 6 und den Süden mit 2 und 7 sehr häufige Kombinationsmöglichkeiten
wegfallen. Sie sind entweder an einem 3. 4., 5., 8. oder 30. geboren. Nur fünf
Monate kommen in Frage - und insgesamt nur 35 aller Jahre von 1900 bis 2008.
Diese Zahlen finden sich bei außergewöhnlichen Menschen, die auch für
einen Alleingang im Leben die nötige Ausrüstung zur Verfügung hätten. Eine
Begegnung mit ihnen bleibt meist im Gedächtnis haften, ihre Anwesenheit füllt
den Raum. Nicht immer haben sie schon früh gelernt, damit angemessen und
„gesund" umzugehen, deshalb brauchen sie immer wieder auch den Abstand von den
Menschen. Oftmals wird Ihnen das als Überheblichkeit ausgelegt - was es
manchmal auch ist, aber meist „rettet" sie im Laufe des Lebens die Erfahrung
und das Einfühlungsvermögen der 8 und/oder 3, der Zahlen im Osten.
Mit dem Älterwerden hat diese Signatur öfters ihre Schwierigkeiten - ein
viel jüngerer Lebenspartner soll diese kleine Flucht vor der Wirklichkeit dann
manchmal vergessen machen, damit das Problem gar nicht ins Bewusstsein rückt.
Manchmal gelingt das auch recht gut und ohne die echte Entfaltung zu
blockieren, für die wir alle gedacht sind. Dass die Flucht oft nicht den
gewünschten Erfolg bringt, lässt sich täglich in den Tagszeitungen nachlesen.
Durch die Fähigkeit zum Brückenschlag zur Jugend treffen die Träger dieser
Signatur mit ihren Ansichten fast immer den „Nerv der Zeit" und sind beliebte
Gesprächspartner. Durchhaltevermögen und Genauigkeit zeichnen sie aus, fast
nichts wird mit dieser Signatur aus falsch verstandener „Lockerheit" dem Zufall
überlassen. Der Westen (4/9) bringt das sorgfältig Durchdachte, die
Mitte ( 5/0) Verlässlichkeit und Treue und der Osten (3/8) Liebenswürdigkeit und Sensibilität für die
echten Erfordernisse des Augenblicks. Eine geniale Mischung, nicht wahr? Wer
jedoch diese Fähigkeiten nicht als Pflicht und Geschenk betrachtet, sondern missbraucht,
für den gibt es früher oder später ein böses Erwachen.
In dieser Signatur findet sich eine große Anzahl genialer Musiker. Besonders
wichtig bei Kindern mit dieser Signatur ist es, die mitgebrachten musikalischen
Neigungen und Talente in jedem Fall zu fördern, auch wenn man aus einer
„nichtmusikalischen" Familie stammt. Irgendwann muss man ja einmal anfangen und
es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Diese Signatur kam mit einem
großen Schatzkästchen von oben und „Musik!" ist ein besonders großer Edelstein
darin. Und dann das Händchen für Geschäfte aller Art: Es sollte ebenfalls nicht
gebremst oder einem falschen Verständnis von „Kunst und Kultur" geopfert
werden. Die Menschen mit dieser Signatur haben ein eingebautes Gespür für viele
scheinbar gegensätzliche Dinge und vereinen Talente, die man normalerweise nicht
bei ein und derselben Person vermuten würde.
Das fehlende Temperament des Südens (2/7) gleichen sie mit Können aus.
Als es noch Schallplatten gab und keine Musik-Videos, hatten solche Musiker
größere Chancen, weil äußere Erscheinung und Gehabe noch nicht so sehr den
schrillen Ton angaben. Die Zeichen einer Wende mehren sich jedoch. Allmählich
bekommt man die Nase voll von den Barbie-Modepüppchen und den „gutaussehenden"
Männern. Die Menschen haben genug von den neuen und doch immer gleichen Stars,
deren Singstimmen oftmals so kindisch und ohne Charakter aus den Lautsprechern
der Pop-Sender schrillen. Echtes Können ist wieder gefragt und die entsprechende
Unterscheidungskraft wächst.
Wenn Sie diese Signatur tragen und Ihre Kunst an die Öffentlichkeit bringen
wollen, sollten Sie sich Partner oder Partnerinnen suchen, die mit dem Norden (1/6)
im Geburtsdatum versehen sind. Geschäftliche Verhandlungen dagegen können Sie
durchaus ohne fremde Hilfe bewältigen. Bei Auftritten aller Art schadet es
nicht, sich schwarz oder rot zu kleiden. Das gibt Ihnen Sicherheit auf allen
Ebenen und so können Sie allmählich die fehlenden Himmelsrichtungen Nord und
Süd „erobern".
Trägt Ihre Signatur den Schwerpunkt im Westen, werden Sie eher einer
Laufbahn als Banker, Erfinder, Politiker, Mechaniker, Pilot oder Forscher/Entdecker
zuneigen. Wenn die Mitte stärker vertreten ist (etwa mit 5 und 0), neigen Sie vielleicht eher dem sozialen Bereich zu, wo behütende und
schützende Kräfte gesucht sind. Ein größeres Übergewicht im Osten kann zu einer
gewissen inneren Unruhe führen, weil sich schnell ein Gefühl von nicht gelebten
Energien bemerkbar macht, die Gefahr einer resignierenden Grundstimmung liegt
in der Luft. Aber dem lässt sich erfolgreich begegnen.
Generell sind Menschen mit dieser Signatur nicht nur musikalisch, sondern
sogar überdurchschnittlich begabt für das Spielen von Instrumenten. Ihnen
zuzuhören kann Genuss pur sein. Natürlich muss auch hier bedacht werden, dass
alles Talent der Welt nutzlos ist, wenn man nicht die Chance bekommt oder sich
nimmt, es zu entfalten. Ärzte, Heilpraktiker, Heiler und Psychologen sind
ebenfalls stark im Osten vertreten. Das notwendige Einfühlungsvermögen ist den
Menschen mit dieser Signatur in die Wiege gelegt. Nebenbei bemerkt: Ärzte ohne
Osten im Geburtsdatum entwickeln sich nicht selten zu unnahbaren „Halbgöttern
in Weiß". Sie sitzen dann in Vorständen und leben von der Pharma-Industrie. Das
ist vielleicht übertrieben dargestellt, aber es macht diese Gefahr ein wenig
anschaulicher. Alles in allem: Leben Sie Ihre Talente aus und beginnen Sie
gleich heute damit. Egal wie alt Sie sind - starten Sie durch! Mit dieser Signatur
wartet allezeit eine tolle Herausforderung! Singen oder zumindest kräftig
mitsingen kann man in jedem Alter. Und was glauben Sie, wie viele
Jungunternehmer froh über guten Rat wären! Dabei ist es völlig unwichtig, wie
alt Sie sind. Sie sehen also, es ist niemals zu spät - es sei denn, Sie nehmen
das einfach so hin. Und das werden Sie ab jetzt nicht mehr tun, nicht wahr?